[OpenSSH]

Portable OpenSSH - Installationsanweisungen

  1. Vorbedingungen

    Du brauchst funktionierende Installationen von Zlib und OpenSSL (Version 0.9.5a oder höher). Redhat Linux RPMS von OpenSSL sind auch erhältlich.

    OpenSSH kann Pluggable Authentication Modules (PAM) benutzen, falls dein System sie unterstützt. PAM ist unter Redhat und Debian Linux der Standard, genauso unter Solaris.

    Wenn du den 'GNOME Passphrase requester' erzeugen willst, benötigst du die GNOME libraries und headers.

    Alternativ dazu hat Jim Knoble einen exzellenten X11 Passphrase Requester geschrieben. Dieser wird aber seperat gepflegt.

    Wenn du planst OpenSSH auf einem Unix einzusetzen, dem ein Kernel-Zufallszahlengenerator fehlt (/dev/urandom), und den eingebauten Zufälöigkeitscode nicht benutzen willst, möchstest du vielleicht den Entropy Gathering Daemon installieren. Du musst dann auch die --with-egd-pool-Option beim ./configure mit angeben.

    OpenSSH wurde nur mit GNU make getestet. Es könnte auch mit anderen 'make' Programmen arbeiten, aber diesbezüglich bist du auf dich gestellt.

  2. Erzeugen / Installation

    Um OpenSSH mit den Standardoptionen zu installieren:

    ./configure
    make
    make install
    

    Das installiert die OpenSSH binaries unter /usr/local/bin, Konfigurationsdateien unter /usr/local/etc, den Server unter /usr/local/sbin, etc. Um einen anderen Installtionspräfix zu wählen, benutze die --prefix Option beim 'configure' :

    ./configure --prefix=/opt
    make
    make install
    

    Installiert OpenSSH in /opt/{bin,etc,lib,sbin}. Du kannst auch andere Pfade angeben, zum Beispiel:

    ./configure --prefix=/opt --sysconfdir=/etc/ssh
    make
    make install
    

    Das wird die Binaries in /opt/{bin,lib,sbin} und die Konfigurationsdateien in /etc/ssh ablegen.

    Wenn du PAM benutzt, wirst du eine PAM Kontrolldatei per Hand installieren müssen und zwar als /etc/pam.d/sshd (oder wo auch immer dein System sie gerne hätte). Eine Standard PAM Konfiguration ist als contrib/sshd.pam.generic beigefügt, du solltest sie deinem Bedarf anpassen, bevor du sie benutzt. Wenn du eine aktuelle Version von Redhat Linux benutzt, befindet sich ein etwas nützlicheres config file in contrib/redhat/sshd.pam.

    Es gibt noch ein paar andere Optionen für das 'configure' script:

    --with-rsh=PATH
    Specifiziert den Pfad zu deinem rsh Programm. Normalerweise wird ./configure den Standard-Pfad $PATH nach rsh durchsuchen. Du musst diese Option wahrscheinlich angeben, wenn rsh nicht in deinem Standard-Pfad enthalten ist.
    --without-pam
    Schaltet die PAM Unterstützung ab. PAM wird automatisch gesucht und abgeschaltet, wenn es gefunden wird.
    --with-random=/some/file
    Gibt eine alternative Quelle von Zufallszahlen an (standardmässig /dev/urandom). Wenn du nicht absolut sicher bist, was du tust, lass lieber die Finger davon.
    --with-egd-pool=/some/file
    Schaltet die 'Entropy Gathering Daemon' Unterstützung an und spzifiziert einen EGD pool socket. Du möchtest das vielleicht benutzen, falls dein Unix kein /dev/urandom Device unterstützt (oder etwas ähnliches). Das File Argument bezieht sich auf die EGD pool Datei, nicht das EGD Programm selbst. Bitte lies die EGD Dokumentation.
    --with-lastlog=FILE
    Spezifiziert den Ort der lastlog Datei.
    ./configure durchsucht ein paar ein paar Standardorte nach lastlog, aber kann es natürlich nicht finden, wenn es in einem anderen Verzeichnis installiert ist.
    --without-lastlog
    Schaltet die lastlog Unterstützung komplett ab.
    --with-kerberos4=PATH
    Schaltet die Kerberos IV Unterstützung ein. Du musst die Kerberos libraries und header files installiert haben, damit es funktioniert. Benutze das optionale PATH Argument um den Ort deiner Kerberos Installation anzugeben.
    --with-afs=PATH
    Schaltet die AFS Unterstützung ein. Du musst die Kerberos IV und die AFS libraries und header Dateien installiert haben, damit es funktioniert. Benutze das optionale PATH Argument um den Ort deiner AFS Installation anzugeben. AFS benötigt eingeschaltete Kerberos Unterstützung.
    --with-skey
    Schaltet die S/Key Einmalpasswort-Unterstützung ein. Du musst die S/Key libraries und header Files installiert haben, damit es funktioniert.
    --with-tcp-wrappers
    Schaltet die TCP Wrapper Unterstüzung (/etc/hosts.allow|deny) ein. Du brauchst installierte libwrap.a und tcpd.h .
    --with-md5-passwords
    Schaltet die Unterstützung für MD5 Passwörter ein. Benutze dies hier, wenn dein Betriebsystem MD5 Passwörter ohne PAM benutzt.
    --with-utmpx
    Unterstüzung für utmpx, was auf einigen Plattformen automatisch eingeschaltet ist.
    --without-shadow
    Schaltet shadow password Unterstüzung ab.
    --with-ipaddr-display
    Erzwingt die Benutzung von numerischen IP address in der $DISPLAY Umgebungsvariable. Einige defekte Systeme brauchen das.
    --with-default-path=PATH
    Erlaubt den Standardpfad $PATH für Sessions zu setzen, die vom sshd gestartet werden. Dieser ersetzt den Standardpfad vollkommen. Benutze das, wenn der Server 'scp' nicht finden kann.
    --with-pid-dir=PATH
    Gibt das Verzeichnis an, in dem die ssh.pid Datei erzeugt wird.
    --with-xauth=PATH
    Gibt den Pfad zum 'xauth'-binary an.
    --with-ipv4-default
    Weist OpenSSH an, IPv4 für neue Verbindungen zu benutzen. Normalerweise wird OpenSSH versuchen sowohl IPv6 als auch IPv4 Addressen zu finden. Auf Linux/glibc-2.1.2 verursacht das lange Pausen in der Namensauflösung. Wenn diese Option angegeben ist, kannst du trotzdem mit Hilfe der Option -6 IPv6 Adressen erreichen.
    --with-ssl-dir=DIR
    Gibt an, wo die OpenSSL libraries installiert sind.
    --with-4in6
    Prüfe, ob IPv4 in IPv6 gemappte Addressen vorhanden sind und konvertiere sie in richtige (AF_INET) IPv4 Addressen. Umgeht IPv6 Schwierigkeiten unter Linux.

    Wenn du spezielle Optionen an Compiler oder Linker übergeben willst, kannst du diese als Umgebungsvariable definieren, bevor du ./configure ausführst. Zum Beispiel:

    CFLAGS="-O -m486" LFLAGS="-s" LIBS="-lrubbish" LD="/usr/foo/ld" ./configure
    
  3. Konfiguration

    Die Laufzeitkonfigurationsdateien sind unter ${prefix}/etc installiert, oder wo du sie auch mit Hilfe der Option --sysconfdir hininstalliert hast (/usr/local/etc normalerweise).

    Die Standardkonfiguration sollte sofort benutzbar sein, trotzdem solltest du sie überprüfen, damit sie auch auf deine Gegebenheiten passt.

    Um einen host key zu generieren, benutze "make host-key". Alternativ dazu kannst du das per Hand erledigen:

    /usr/bin/ssh-keygen -b 1024 -f /etc/ssh/ssh_host_key -N ''
    /usr/bin/ssh-keygen -d -f /etc/ssh/ssh_host_dsa_key -N ''
    

    Ersetze /etc/ssh mit dem korrekten Pfad zum Konfigurationsverzeichnis. (${prefix}/etc oder was auch immer du per --sysconfdir Option während der Installation angegeben hast.

    Wenn du OpenSSH mit EGD Unterstützung konfigueriert hast, stelle sicher, dass EGD läuft und schon ein bisschen Entropie gesammelt hat.

    Mehr Information über die Konfiguration gibt es in manual pages für sshd, ssh und ssh-agent.


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Originally [OpenBSD: install.html,v 1.4 ]
$Translation: install.html,v 1.5 2000/12/26 19:52:21 jufi Exp $
$OpenBSD: install.html,v 1.6 2001/02/01 15:54:00 todd Exp $