Schnell nach dem Veröffentlichen der Version 1.2.12 hatten darauf folgende Versionen immmer restriktivere Lizenzen. Frühe restriktive Versionen verboten es den Leuten Windows- oder DOS-Versionen zu erzeugen. Spätere Versionen beschränkten ssh bei einer Benutzung in einer kommerziellen Umgebung und brachten Firmen dadurch dazu teure Versionen von Datafellows zu kaufen.
Früh im letzten Jahr entdeckte Björn Grönvall diese spezielle Version wieder und begann damit Fehler zu beheben. Seine Version von ssh heisst OSSH und hat nur Unterstützung für das Protokoll 1.3. Gerüchten zufolge wurde OSSH in kommerzielle Produkte in Schweden eingebaut. Bis heute hat OSSH keine Unterstützung für Protokoll 2.
Die OpenBSD Projekt Mitglieder wurden erst weniger als zwei Monate vor dem Erscheinen von OpenBSD Version 2.6 auf Björn's Arbeit aufmerksam. Wir wollten ssh in unsere Version 2.6 integrieren, aber wir mussten sicherstellen, dass es einfach perfekt war. Daher haben wir uns sofort für einen "fork" der OSSH-Version entschieden, also eine Abspaltung davon, und verfolgten eine eben so gründliche und schnelle Entwicklung, wie es bei den OpenBSD Sicherheitsuntersuchungen (security audits) der Fall war. Als Ergebnis davon sind viel ssh Quellcodedateien bereits von RCS Version 1.34, einige sogar bis hoch zu 1.66. Die Entwicklung ist wirklich sehr schnell vorangegangen.
Daher basiert OpenSSH auf diesen älteren Versionen von ssh, aber mit mehr beseitigten Fehlern und neueren zusätzlichen Features:
Das markierte die Version OpenSSH 1.2.2, die mit OpenBSD 2.6 ab dem 1. Dezember 1999 ausgeliefert wurde. Zu dieser Zeit wurde die meiste OpenSSH Entwicklung von Aaron Campbell, Bob Beck, Markus Friedl, Niels Provos, Theo de Raadt und Dug Song gemacht. Wir danken all den Leuten, die Bugs gefunden und gemeldet haben.
OpenSSH portieren
Fast sofort nachdem wir unsere Protokoll 1 Implementation veröffentlicht hatten,
wurden verschiedene Nicht-OpenBSD Gruppen sehr sehr interessiert daran.
Damien Miller, Philip Hands, und eine handvoll anderer begannen OpenSSH
nach Linux und verschiedenen anderen Unix Betriebssystemen zu portieren.
Von Beginn unserer Bemühungen an hatten wir das Gefühl, dass der originale Code
von ssh zu kompliziert war, er hatte einfach zu viele Betriebssystemabhängigkeiten
in sich. Unser Anspruch komplett sicheren und absolut stabilen Code zu schreiben
vermeidet es , sich mit solcherlei Problemen herumzuschlagen.
Um daher den gesamten Entwicklungsprozess für uns alle leichter zu machen,
haben wir uns entschieden die Kernentwiclung von der Portabilitätsentwicklung
zu trennen. Dies hat sich bei uns als sher gut herausgestellt.
(Vergleiche doch mal die Anzahl der Codezeilen zwischen der Basisversion und
den portablen Versionen).
Protokoll 2
Nach der Veröffentlichung von OpenBSD 2.6 entschied Markus Friedl, dass die
Unterstützung von Protokoll 2 in Angriff genommen werden sollte. Indem er sich
für Monate nur darauf beschränkte, konnte er OpenSSH schlank und rank halten,
und es zur gleichen Zeit in eine Software verwandlen, die sowohl Protokoll 1
als auch Protokoll 2 benutzen kann. Diese Version, OpenSSH 2.0 genannt, wird mit
OpenBSD 2.7 am 15. Juni 2000 veröffentlicht. Die meisten Überprüfungen von
Markus Änderungen wurden von Niels Provos und Theo de Raadt gemacht. Bob Beck
wird dafür gedankt OpenSSL auf eine neuere Version gebracht zu haben.
SSH Server Versionen scannen
Um das Überwachen der verwendeten SSH Server zu erleichtern, z.B. in einem
Firmen-Netzwerk, hat Niels Provos das
scanssh
Tool geschrieben. scanssh prüft eine Liste von Adressen und Netzwerken auf die Verwendung
von SSH-Servern und ihrer Versions-Nummern. Es unterstützt die zufällige Auswahl von
IP-Adressen innerhalb grosser Netzwerk-Bereiche und ist einfach nützlich, um
Statistiken über die Verwendung von SSH-Servern in einer Firma oder dem Internet an sich
zu erhalten. Die Statistiken enthalten sowohl die benutzten SSH-Protokolle, als auch die
benutzten Software-Versionen.
scanssh wird vom SSH Research Scanner an der University of Alberta benutzt, um Statistiken über die Verbreitung und Benutzung von SSH im Internet zu erhalten. Die Messungen erlauben Einblicke in die Verbreitung der verschiedenen SSH Protokolle und der Marktdurchdringung bestimmter Server-Versionen.