9.0 - Umstieg von Linux
Für weitere Informationen für Linux Benützer siehe bitte http://sites.inka.de/mips/unix/bsdlinux.html.
9.1 - Einfache Tips für Linux (und andere freie Unix-artige BS) User
Es gibt einige Unterschiede ziwschen OpenBSD und Linux. Diese Unterschied sind
unter anderem die Bootup-Sequenz, Netzwerkkarten Benutzung und das Festplatten-
Management. Die meisten Unterschiede sind gut dokumentiert, aber benötigen
ein Suchen in den man-pages. Dieses Dokument versucht als Index dieser Unterschiede
zu dienen.
- OpenBSD hat einen ports tree. Das wirkt der Tatsache
entgegen, dass bis jetzt nicht allzuviele Anwendungen rein für die
OpenBSD-Umgebung geschrieben wurden. Dies ist sowohl ein Versuch mehr Anwendungen für
OpenBSD verfügbar zu machen, als auch darauf hinzuwirken, dass mehr OpenBSD-kompatible
Anwendungen entwickelt werden. Eventuell wird dieser ports tree dazu verwendet, eine nette
Zusammenstellung von Binärpaketen zu machen.
- OpenBSD benutzt CVS für Source-änderungen. Bei Linux ist der Source-Code zwischen
verschiedenen Distributionen verteilt und zum Teil unterschiedlich. OpenBSD hat das 'anonymous
CVS' zuerst eingeführt, was jedermann erlaubt, den vollen 'source tree' für jede
Version von OpenBSD herunterzuladen, (von 2.0 bis -current, und alle Zwischenversionen von
allen Dateien zwischendurch) und das zu jeder Zeit! Es gibt auch ein sehr bequemes und einfach
zu bedienendes
web interface to CVS.
- OpenBSD
gibt regelmässig 'snapshots' für verschiedene Architekturen heraus und alle
6 Monate gibt es eine stabile offizielle Version auf CD.
- OpenBSD enthält STARKE KRYPTOGRAFIE, die Betriebssysteme aus den USA nicht enthalten
können. (Siehe http://www.openbsd.org/de/crypto.html)
OpenBSD wurde auch einer starken Sicherheitsüberprüfung unterzogen und viele
Sicherheitsfeatures wurden bereits in den Source tree eingefügt. (IPSEC, KERBEROS).
- Der Kernel von OpenBSD's heisst /bsd.
- Die Namen von Festplatten sind für gewöhnlich /dev/wd und /dev/sd (ATA/SCSI)
- /sbin/ifconfig
ohne Argumente ergibt unter Linux den Status aller Netzwerkinterfaces.
Unter OpenBSD benötigst du das -a flag.
- /sbin/route
ergibt unter Linux den Status aller aktiven Routen. Unter OpenBSD brauchst du den
"show" Parameter, oder nimm einfach
netstat -r.
- OpenBSD enthält Darren Reed's IP Filter Paket, nicht ipfw. Das bedeutet:
- IP-Masquerading wird mit Hilfe von 'ipnat' gemacht.
(ipnat(1))
- ipfwadm wird mit Hilfe von ipf
(ipf(1),
ipf(5))gemacht.
- Du solltest dir Kapitel 6 der FAQ für detailliertere Konfigurationshilfen
und Informationen ansehen.
- Die Interface-Adresse wird in /etc/hostname.<interfacename> aufbewahrt.
Sie kann auch ein Name anstatt einer IP Addresse sein.
- Der Name deiner Maschine ist in /etc/myname
- Das Standard-Gateway ist in /etc/mygate
- Die Netzwerk-Interface Aliases sind in /etc/ifaliases. HINWEIS: Das wurde nach 2.6 geändert. Ab OpenBSD 2.7 ist das Setup jetzt in /etc/hostname.if.
- OpenBSD's Standard-Shell ist /bin/sh, also die Korn shell. Shells wie bash und tcsh können als Pakete
hinzugefügt oder aus dem ports tree instaliert werden.
- Das Passwort-Management ist deutlich verändert. Die Hauptdateien sind verschieden.
(passwd(1),
passwd(5))
- Devices werden nach dem Treiber benannt und nicht nach ihrem Typ. Zum Beispiel gibt es keine eth* Devices. Aber es gibt ne0
für eine NE2000 Ethernet-Karte, und xl0 für 3Com Etherlink XL und Fast Etherlink XL Ethernet Device, etc.
- Die OpenBSD Entwickler haben grosse Anstrengungen unternommen, um die 'manual pages' auf aktuellen Stand zu bringen und
aufzuräumen. Unter man(1) gibt es weitere
Informationen dazu.
9.2 - Dual boot mit Linux und OpenBSD
Ja! Es ist machbar!
Lies INSTALL.linux
9.3 - Deine Linux (oder andere System-7-artige) Passwort-Datei in BSD-Style konvertieren.
Zuerst finde heraus, ob deine Linux Passwortdatei 'geshadowed' wird oder nicht. Wenn ja,
besorge dir John the Ripper und benutze
das 'unshadow' Werkzeug, das darin enthalten ist, um deine passwd und shadow
Dateien in eine System 7-artige Datei zu verwandeln..
In deiner Linux Passwort-Datei, wir nennen sie linux_passwd,
musst du nun ::0:0 zwischen den Feldern 4 und 7 einfügen. Awk kann das für
dich erledigen.
# cat linux_passwd | awk -F : '{printf("%s:%s:%s:%s::0:0:%s:%s:%s\n",$1,$2,$3,$4,$5,$6,$7); }' > new_passwd
An diesem Punkt angelangt, solltest du jetzt die new_passwd Datei ändern und
root und andere Systemeinträge löschen, die bereits in deiner
OpenBSD Passwortdatei enthalten sind, oder die es in OpenBSD gar nicht gibt(und zwar alle von der Sorte).
Stelle auch sicher, dass es keine doppelten Usernamen oder User IDs zwischen
new_passwd und dem /etc/passwd auf deiner OpenBSD-Kiste gibt.
Der einfachste Weg ist, einfach mit einer frischen
/etc/passwd anzufangen.
# cat new_passwd >> /etc/master.passwd
# pwd_mkdb -p /etc/master.passwd
Der letzte Schritt, pwd_mkdb ist notwendig, um die /etc/spwd.db
und /etc/pwd.db Dateien neu zu erzeugen. Es erzeugt auch eine System 7-artige Passwortdatei
(ohne verschlüsselter Passwörter)
unter /etc/passwd für die Programme, die darauf zugreifen.
OpenBSD benutzt eine stärkere Verschlüselung für Passwörter, nämlich 'blowfish',
die man wohl kaum auf Systemen mit vollen System7-artigen Passwort-Dateien finden wird.
Um zu dieser stärkeren Verschlüsselung zu wechseln, müssen die User einfach
'passwd' benutzen (bzw. tippen) und ihr Passwort ändern. Das neu eingegeben Passwort wird
mit deiner Standardeinstelung verschlüsselt (normalerweise 'blowfish', es sei denn, du hättest
/etc/passwd.conf verändert). Oder du machst es als root mit passwd username.
9.4 - Wie man OpenBSD und Linux zur Zusammenarbeit bewegt
Wenn du von Linux zu OpenBSD wechselst, denke daran, dass im OpenBSD GENERIC Kernel
die Option COMPAT_LINUX standardmässig aktiviert ist.
Um Linux Binaries zum Laufen zu bringen, die nicht statisch gelinkt sind (und die meisten sind es nicht),
solltest du den Anweisungen auf der compat_linux(8) manual page folgen.
Ein einfacher Weg, die meisten nützlichen Linux Libraries zu kriegen, ist,
linux_lib aus der 'ports collection' zu installieren. Um mehr über die 'ports collection' zu erfahren, lies einfach FAQ 8.6.
Wenn du den Ports tree schon installiert hast, benutze diese Kommandos, um die Linux Libraries zu installieren:
# cd /usr/ports/emulators/linux_lib
# make install
OpenBSD unterstützt das EXT2FS Dateisystem. Benutze disklabel disk (wobei disk der 'device name' für deine Festplatte ist.)
um zu überprüfen, was OpenBSD denkt, was deine Linux Partition ist (aber benutze disklabel oder fdisk nicht
um daran Äderungen vorzunehmen). Für weitere Informationen über die Benutzugn von disklabel lies FAQ 14.1.
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Originally [OpenBSD: faq9.html,v 1.23 ]
$Translation: faq9.html,v 1.2 2000/11/30 14:49:50 reinhard Exp $
$OpenBSD: faq9.html,v 1.2 2000/11/30 15:46:58 jufi Exp $